Was passierte am 26.04.2008?

"Leben ist etwas was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben".
Henry Miller


Zu Beginn des Jahres 2008 unternahm Matthias viele Reisen in die arabische Welt. Weil der berufliche Erfolg, auf den das Architektur-Büro viele Jahre lang hingearbeitet hatte, sich endlich eingestellt hatte, war geplant, irgendwo dort eine Dependance des Büros zu eröffnen.

Mitten in diesen Vorbereitungen, Ende März 2008, wurde Matthias krank, fühlte sich unwohl und sprach von "einer Grippe oder ähnliches...". Tage ohne Besserung vergingen, bis er schließlich auf Drängen seines Freundes Prof. Dr. Wehrmann in die DKD Wiesbaden ging und in dort in verschiedenen Abteilungen untersucht wurde. Ein festgestellter feiner Riss in der Aorta machte eine Notoperation unumgänglich.

Noch in derselben Nacht wurde Matthias in der Mainzer Universitätsklinik operiert und ein Teil der Aorta durch eine Kunststoffprothese ersetzt. Die Operation verlief sehr gut. Matthias Genesung verlief geradezu rasant.

Eine zweite, an der Halsschlagader notwendige Operation verlief ebenfalls komplikationslos. Matthias konnte anschließend eine ganze Woche zu Hause verbringen, besuchte in dieser Zeit Freunde, kochte zu Hause, las viel und saß mit seinen Katzen Bingo und Kuba im Garten.

Ende April wurde eine dritte und letzte Operation durchgeführt, bei der ein nur mm-großes Loch an der Aorta gepached werden sollte. Der Eingriff selbst verlief ebenfalls erfolgreich. Jedoch kam es in Zusammenhang mit dieser Operation am 26.04.2008 zu einer kurzzeitigen Sauerstoffunterversorgung des Gehirns, gefolgt von einem mehrstündigen epileptischen Krampfanfall im direkten Anschluss an den Eingriff ...

... Matthias hatte einen beidseitig diffusen hypoxischen Hirnschaden - eine der schwersten Hirnverletzungen erlitten.